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Mole Antonelliana in Turin
Nützliche Tipps und alles Wichtige für Deinen Besuch

Die Mole Antonelliana ist das Wahrzeichen Turins. Hoch und beeindruckend ragt das markante Gebäude über der Hauptstadt des Piemonts auf.

Ursprünglich als Synagoge geplant, ist sie heute das Zuhause des Nationalen Filmmuseums und bietet eine Aussichtsplattform mit tollem Blick über Turin.

Ich hatte einen Besuch schon ewig auf meiner To-do-Liste und endlich habe ich es geschafft!

Meine Erwartungen wurden dabei sogar übertroffen. Auch wenn Du, wie ich, kein riesiger Film- oder Museumsfan bist, wird Dich die Mole Antonelliana sicher überraschen und begeistern.

Lies weiter und erfahre, warum das so ist. Außerdem bekommst Du nützliche Tipps und Infos für Deinen Besuch.

Die Außenansicht der Mole Antonelliana, die ihre großartige Architektur mit dem hohen Turm vor einem bewölkten Himmel zur Geltung bringt. In der Nähe des Eingangs ist eine Menschenmenge versammelt, was die Beliebtheit und Bedeutung des Gebäudes als Wahrzeichen unterstreicht.
Mole Antonelliana
Linda mit einem Rucksack steht in einem oberen Stockwerk der Mole Antonelliana und betrachtet die verschiedenen Exponate, die auf mehreren Ebenen ausgestellt sind. Der zentrale Bereich besteht aus großen Plakaten und einem Bildschirm, auf dem die strukturellen Elemente des Gebäudes zu sehen sind.
Ausblick von der Galerie

Sehenswertes in der Mole Antonelliana

Das Tolle an der Mole Antonelliana ist, dass sie zwei Turin Highlights in einem Gebäude vereint. Du musst allerdings nicht beide besichtigen und bezahlen, aber ich kann es Dir ehrlich gesagt nur empfehlen.

Nationales Filmmuseum / Museo Nazionale del Cinema

Im Inneren der Mole Antonelliana befindet sich das Nationale Filmmuseum, eines der bedeutendsten seiner Art weltweit.

Auf mehreren Etagen unternimmst Du hier eine spannende Reise durch die Geschichte des Films. Von den ersten bewegten Bildern bis zu modernen Blockbustern.

Der Rundgang startet im Keller des Gebäudes, wo man zunächst durch die Anfänge der Filmgeschichte geführt wird. Dieser Teil ist eher dunkel und atmosphärisch inszeniert.

Was ich besonders toll fand: Es gibt einige interaktive Stationen, an denen Du selbst ausprobieren kannst, wie Filme gemacht werden und wie Spezialeffekte funktionieren. Nicht nur spannend für Kinder….

Ich saß zum Beispiel in einem alten Rennwagen und konnte mich auf der Leinwand dabei beobachten, wie ich durch eine Rennstrecke raste: sehr unterhaltsam und überraschend realistisch.

Solche „Hands-on“-Erlebnisse machen das Museum auch für Nicht-Filmnerds echt spannend und erlebenswert.

Am Ende dieses Rundgangs durch die Filmgeschichte schiebst Du einen schweren, roten Theatervorhang zur Seite und plötzlich stehst Du in der riesigen zentralen Halle.

Der Kontrast könnte kaum größer sein: Nach den dunklen, verwinkelten Räumen öffnet sich ein lichtdurchfluteter Kinotempel mit riesigen Leinwänden, auf denen Filmklassiker laufen.

Rundherum winden sich Galerien spiralförmig nach oben, und genau in der Mitte führt der Panorama-Aufzug zur Aussichtsplattform der Mole. Das Betreten der Halle war für mich ein echter Wow-Moment!

Das Museum organisiert regelmäßig Sonderausstellungen zu bestimmten Filmgenres, Regisseur:innen oder Filmepochen, die in diesem Bereich untergebracht sind. Es lohnt sich, vor dem Besuch einen Blick auf das aktuelle Programm zu werfen.

Als ich dort war, lief gerade die Ausstellung „Movie Icons“, mit vielen Originalrequisiten aus Superheldenfilmen wie Superman, Batman oder Thor. Nicht nur für Filmfans ein echtes Highlight!

Linda lächelt in die Kamera, im Hintergrund das Innere der Mole Antonelliana in Turin. In dem mehrstöckigen Museum sind verschiedene Exponate und Plakate ausgestellt, während im Hintergrund ein großer Bildschirm eine Filmszene zeigt.
Auf der Galerie im 1. Stock mit Blick in die Haupthalle
Ein Museumsexponat mit einer altmodischen Filmkamera auf einem Stativ, einem Regiestuhl mit der Aufschrift „REGISTA“ und einer Projektionsfläche, die eine alte Filmszene zeigt. Die Ausstellung zeigt die Geschichte des Filmemachens mit Filmspulen in der Nähe.
Ausstellungsstück

Der Panorama-Aufzug

Mein absolutes Highlight der Mole Antonelliana war aber ganz klar der Panorama-Aufzug. Er bringt Dich 85 Meter nach oben zur Aussichtsplattform. Nicht ganz bis zur Turmspitze, aber definitiv hoch genug für einen richtig spektakulären Blick.

Schon die Fahrt selbst ist ein Erlebnis: Der gläserne Aufzug fährt mittig durch die gigantische Haupthalle des Filmmuseums und das fast lautlos. Ich wusste gar nicht, wo ich hingucken sollte, als es hochging:

Um Dich herum Leinwände, Filmkulissen, Ausstellungsstücke und oben ein Loch in der Decke, dem der Fahrstuhl entgegen schwebt.

Oben angekommen, wartet dann die Aussichtsplattform, mit einem 360°-Panoramablick über Turin und, bei guter Sicht, bis weit in die Alpen hinein.

Bei meinem Besuch war das Wetter leider etwas diesig, aber selbst ohne Postkartenblick war es einfach beeindruckend, die Stadt so von oben zu sehen.

Linda auf der Aussichtsplattform der Mole Antonelliana, mit Blick auf die Stadt Turin. Der Blick zeigt eine weite Fläche von Gebäuden mit roten Dächern und Straßen der Stadt, wobei einige höhere Gebäude und Grünflächen zu sehen sind. Die Plattform ist mit horizontalen Sicherheitsstangen gesichert.
Ausblick von der Mole Plattform
Linda mit einem Rucksack auf einer Aussichtsplattform mit Blick auf das Stadtbild von Turin mit seinen charakteristischen roten Ziegeldächern und einigen modernen Gebäuden in der Ferne. Die Plattform ist mit Sicherheitsgittern versehen, und im Vordergrund ist ein dekorativer Abschluss zu sehen.
Normalerweise kann man auch die Alpen sehen

Tipps für den Besuch

Tickets im Voraus buchen

Vor der Mole Antonelliana gibt es wirklich immer eine Warteschlange! Daher empfehle ich unbedingt, die Tickets ein paar Tage im Voraus zu buchen.

Das gilt hauptsächlich für den Panorama-Aufzug, weniger für das Filmmuseum. Die Fahrstuhlkabine ist wirklich klein und bietet nur Platz für 6–7 Personen pro Fahrt, und es gibt nur diesen einen Aufzug.

Mit einem vorab online gebuchten Ticket kannst Du die langen Warteschlangen am Eingang – in der prallen Sonne – umgehen und direkt zum Panoramafahrstuhl durchgehen.

Sei pünktlich

Bei der Ticketbuchung musst Du eine bestimmte Uhrzeit für Deinen Besuch wählen. Es ist wichtig, diese genaue Zeit auch einzuhalten, denn das Ticket ist nur für die angegebene Zeitspanne gültig. Kommst Du zu spät, wird der Einlass nicht garantiert.


Beste Besuchszeiten

  • Morgens oder später Nachmittag: Um die Stoßzeiten zu meiden, plane Deinen Besuch am besten frühmorgens oder am Spätnachmittag. So kannst Du die Ausstellungen und den Panorama-Aufzug mit weniger Gedränge genießen.
  • Wochentags statt Wochenenden: Besuche die Mole nach Möglichkeit unter der Woche, um Wartezeiten zu vermeiden.

Wie besucht man die Mole Antonelliana? In welcher Reihenfolge und was erwartet Dich?

Starte am besten mit der Aussichtsplattform. Direkt nach der Ticketkontrolle findest Du die Warteschlange für den Aufzug.

Wenn Du zuerst die Plattform besuchst, hast Du diesen Wow-Effekt beim Aufstieg durch die beeindruckende Halle des Filmmuseums.

Zurück im Erdgeschoss beginnt dann die Tour mit der Geschichte des Kinos. Die ist wirklich interessant, denn es gibt Exponate wie z.B. die ersten bewegten Bilder.

Der ausgeschilderte Weg führt dann in die Haupthalle, von wo aus sich der Besucherweg über eine langsam ansteigende Rampe nach oben zieht.

Links blickst Du in die große Halle hinunter, während Du rechts Requisiten aus berühmten Filmen siehst, wie Thors Hammer oder die Rettungsweste aus Titanic. Der Rundgang endet im fünften Stock, hoch über der Haupthalle.

Wie viel Zeit solltest Du einplanen?

Plane mindestens 2–3 Stunden ein, um die Mole Antonelliana in Ruhe zu erkunden. Das gibt Dir genug Zeit, den Panorama-Aufzug zu nehmen und die vielen Ausstellungen und interaktiven Bereiche zu genießen.

Ein detailliertes, maßstabsgetreues Modell der Mole Antonelliana, das ihre architektonische Gestaltung und komplizierte Struktur zeigt. Das Modell wird von einer Informationstafel mit Diagrammen und Text begleitet, die vor dem Hintergrund der aufwendigen architektonischen Elemente steht.
Aufbau der Mole Antonelliana
Ein langer Flur im Nationalen Filmmuseum, in dem eine Reihe gerahmter Drucke und historischer Dokumente ausgestellt sind. Mehrere Exponate zeigen Artefakte, Bücher und frühe Filmgeräte, mit beschreibenden Tafeln und Touchscreen-Informationsdisplays entlang der Länge des Flurs.
Ausstellung über die Geschichte des Films

Öffnungszeiten & Ticketpreise

Öffnungszeiten: Täglich, außer Dienstag, von 9:00 – 19:00 Uhr. Freitag & Samstag bis 20:00 Uhr.
Ticket Museum: €15.00 pro Person
Ticket Panoramalift: €9.00 pro Person
Ticket Museum & Panorama Lift: €20.00 pro Person
Reserviere Dein Ticket vorab auf der offiziellen Webseite
Inhaber der Turin+Piemonte Card erhalten freien Eintritt für das Museum und einen ermäßigten Eintrittspreis für den Panoramalift.


Interessante Fakten zur Geschichte und Architektur

Ursprünglich wurde die Mole Antonelliana 1863 als Synagoge für die jüdische Gemeinde in Turin in Auftrag gegeben. Entworfen wurde sie vom berühmten Architekten Alessandro Antonelli.

Interessant: Das italienische Wort „Mole“ bedeutet tatsächlich „sehr großes Bauwerk“ oder „massive Struktur.“

Der Bau der Mole Antonelliana war von zahlreichen Herausforderungen und Verzögerungen geprägt, hauptsächlich aufgrund von Antonellis ambitioniertem Entwurf und der enormen Höhe des Gebäudes, was zu baulichen und finanziellen Problemen führte.

Letztlich schenkte die jüdische Gemeinde das Gebäude der Stadt Turin, und es wurde 1889 fertiggestellt – allerdings mit erheblichen Änderungen an Antonellis ursprünglicher Vision.

Alessandro Antonelli war bekannt für seine gewagten und innovativen Entwürfe, und sein Ziel war es eigentlich, das höchste Gebäude der Welt zu bauen.

Mit einer Höhe von 167,5 Metern (549 Fuß) war sie bei ihrer Fertigstellung das höchste Backsteingebäude weltweit.

Der Bau besteht aus einer großen quadratischen Basis, auf der sich ein schlanker, hoher Turm erhebt, und im Inneren befindet sich ein zentrales Atrium, das die volle Höhe des Gebäudes sichtbar macht.

Trotz ihrer turbulenten Baugeschichte ist die Mole Antonelliana heute ein Symbol Turins und ist sogar auf der italienischen Zwei-Cent-Euro-Münze abgebildet.

1904 schlug ein Blitz in die Spitze ein und verursachte erhebliche Schäden, die jedoch anschließend repariert wurden.

Im Jahr 2000 wurde das Gebäude zum Sitz des Nationalen Filmmuseums umfunktioniert, was seinen Status als kulturelles Wahrzeichen weiter festigte. Man sagt, es sei das höchste Museum der Welt.

Die Außenansicht der Mole Antonelliana in Turin zeigt ihre großartige architektonische Gestaltung mit einem hohen Turm, der in den bewölkten Himmel ragt. Die detaillierte Fassade und die zahlreichen Fenster unterstreichen die historische Bedeutung und die komplizierte Konstruktion des Gebäudes.
Mole Antonelliana
Die Innenansicht der Mole Antonelliana mit Blick auf die verzierte, hohe Kuppeldecke. Das mehrstöckige Gebäude verfügt über verschiedene Ausstellungsstücke und einen zentralen Aufzugsschacht mit einem auffälligen Schild mit der Aufschrift „The World of Tim Burton“.
Panorama Lift der durch das Film Museum aufsteigt

Was Du als Nächstes tun solltest?

Ich hoffe, ich konnte Dir zeigen, dass man muss kein Filmfan sein, um die Mole Antonelliana zu besichtigen. Ich bin es auch nicht, und dennoch hat mich das Gebäude, das Filmmuseum und natürlich der Ausblick mega begeistert.

Ein weiteres Wahrzeichen Turins, dass Du nicht verpassen solltest, ist der königliche Palast: so viel Gold und Glamour habe ich schon lange nirgends mehr gesehen.

Wenn Du die vielen Sehenswürdigkeiten Turins lieber mit einer geführten Tour kennenlernen willst, findest Du hier alles Wissenswerte über die unterschiedlichen Turin Stadtführungen.