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Wallfahrtsort Oropa
Ein spirituelles Juwel in den Bielleser Voralpen im Piemont und beliebtes Marienheiligtum Italiens

Oropa, der kleine Ort in den piemontesischen Alpen, ist einer der beliebtesten und bedeutendsten Wallfahrtsorte Italiens.

Zwölf Kilometer nordwestlich der piemontesischen Stadt Biella zieht der Sacro Monte (dt. Heilige Berg) in 1159 Metern Höhe, jährlich über 100 organisierte Wallfahrten und ca. 800000 Besucher an.

Seit 2003 ist das Heiligtum von Oropa, zusammen mit 8 weiteren Heiligen Stätten in den Bergen Piemonts und der Lombardei, als Sacri Monti, anerkanntes UNESCO-Welterbe.

Die Geschichte der örtlichen Wallfahrt geht bis ins 4. Jahrhundert zurück, als St. Eusebius mit der schwarzen Holzstatue der Jungfrau Maria in Oropa ankam und dort eine Kapelle errichtete. Ab dem 13. Jahrhundert sind große Pilgerfahrten zum Sacro Monte di Oropa dokumentiert.

Im 17. Jahrhundert wurde die antike Basilika von Oropa erbaut, die bis heute Pilgerstätte ist und als Meisterwerk barocker Architektur gilt. Im 20. Jahrhundert folgte die, an oberster Stelle des Wallfahrtsort thronende, Basilika Superior.

Das malerische Gesamt-Ensemble von Oropa umfasst die eindrucksvolle Basilika Superiore, die Antike Basilika, den Sacro Monte, den Monumentalfriedhof und weitere Einrichtungen in den wunderschönen Kreuzgängen der berühmten Savoyer Architekten Juvarra und Guarini.

Die majestätische Landschaft und die ruhige Atmosphäre machen den Wallfahrtsort Oropa zu einem idealen Ort für spirituelle Einkehr und auch für Wanderer.

Ich habe Oropa besucht und dementsprechend findest Du hier findest Du alle aktuellen Informationen zum interessanten und bedeutenden Wallfahrtsort Oropa und warum Du ihn unbedingt besuchen solltest.

Innenhof des Wallfahrtsortes Oropa
Innenhof des Wallfahrtsortes Oropa

Sacro Monte di Oropa / Heiliger Berg von Oropa

Die Geschichte des Sacro Monte di Oropa reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück, als der Bau der ersten Kapellen begann. Im Laufe der Jahrhunderte wurden weitere Kapellen und andere Gebäude hinzugefügt, um den heiligen Berg zu erweitern und zu verbessern.

Insgesamt stehen auf dem Sacro Monte 19 Kapellen, von denen zwölf dem Leben Marias gewidmet sind. Sie stehen fast gradlinig auf einem Berghang.

Man kann die Kapellen am Sacro Monte leider nur von außen bewundern. In viele kann man nicht einmal durch die versperrten Fenster hineingucken…

Der Sacro Monte di Oropa mit seinen Kapellen
Sacro Monte di Oropa / Heiliger Berg von Oropa

Basilika Superior / Neue Kirche

Der Bau der große, neue Kirche, die den Wallfahrtsort nach Norden abschließt, begann 1885, wurde aber erst Anfang des 20. Jahrhunderts abgeschlossen und 1960 geweiht.

Von Innen sie die Basilika recht einfach gehalten. Sie hat eine beeindruckende, schmucklose, gelbe Kuppel. Im linken Seitengang gibt es eine Krippenausstellung zu bewundern und unterhalb des runden Hauptraumes befindet sich eine Krypta.

Die schwarze Madonna, die hierher umziehen sollte, war angeblich zu schwer und verbliebt dementsprechend an ihrem Standort in der alten Basilika.

Öffnungszeiten: täglich 8:30 – 20:00 Uhr

Basilika Superior von Oropa von außen
Basilika Superior von Oropa von außen
Basilika Superior von Oropa von innen
Basilika Superior von Oropa von innen
Krypta der Basilika Superior von Oropa
Krypta der Basilika Superior von Oropa

Inspiration: Interessierst Du Dich für Wallfahrtsorte im Piemont? Dann solltest Du unbedingt den Sacro Monte von Domodossola, den heiligen Berg von Orta San Giulio oder Sant’Anna di Vinadio in der Region Cuneo besuchen, das höchstgelegene Heiligtum Europas.


Basilica Inferiore / Alte Kirche

Für die meisten Gläubigen ist sie das Ziel einer Pilgerreise nach Oropa: Die schwarze Madonna. Diese befindet sich in der Basilica Inferiore, dem Herzstück des Wallfahrtsortes.

Die kleine Wallfahrtskirche stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde nach der Pestepidemie 1599 von der Stadt Biella als Gelübde errichtete.

Die schwarze Madonna wurde angeblich vom Evangelisten Lukas geschnitzt und ist eine mit Gold und Edelsteinen prachtvoll geschmückte Holzfigur.

Info: Alle 100 Jahre findet eine feierliche Krönung der Schwarzen Madonna statt. Die erste erfolgte 1620. Die fünfte Krönung fand am 29. August 2021, infolge der Corona-Pandemie ein Jahr nach dem regulären Termin, statt.

Schwarze Madonna in der Basilica Inferiore
Schwarze Madonna in der Basilica Inferiore
Schwarze Madonna
Schwarze Madonna
Innenhof und Blick auf die Basilica Inferiore
Innenhof und Basilica Inferiore

Übernachtungs-Tipp
Unterkunft im Kloster von Oropa

Santuario di Oropa

Die einfache Unterkunft im Kloster bietet keinen Luxus, aber ein ganz besonderes Ambiente. In den historischen Pilgerunterkünften des Santuarios übernachtet man im Herz des Heiligtums, in wunderschöner Umgebung.


Cimtiero Monumentale / Monumental-Friedhof

Absolut beeindruckend fand ich den etwas versteckten Monumentalfriedhof von Oropa.

Westlich des Heiligtums, nur 5 Gehminuten entfernt, entstand im 19. Jahrhundert dieser „schöne“ Friedhof, der Familiengräber der wichtigsten adligen und angesehenen Familien der Gegend von Biella beherbergt.

Er ist ausgebaut wie ein Amphitheater, mit Gräber in und unter der Säulenhalle und richtig großen Familiengruften, die an kleine Tempel erinnern.

Öffnungszeiten: täglich 9:00 – 16:00 Uhr

Monumentalfriedhof des Heiligtums von Oropa
Monumentalfriedhof von Oropa
Monumentalfriedhof von Oropa
Monumentalfriedhof von Oropa

Weitere Highlights des Wallfahrtsortes Opora

Giardino botanico di Oropa / Botanischer Garten

Links, oberhalb der neuen Basilika, versteckt sich rechts neben der Seilbahn der Botanische Garten von Oropa. Über 500 verschiedene Pflanzenarten und -sorten werden hier vom WWF Italia gehegt und gepflegt.

Öffnungszeiten: Juli & August täglich von 10:00 – 18:00 Uhr, im Juni und September gelten verkürzte Öffnungszeiten. Im Winter ist der Garten geschlossen.
Eintritt: € 6,50 pro Person

Botanischer Garten von Oropa
Botanischer Garten von Oropa

Parco Avventura Oropa / Oropa Abenteuerpark

Links, oberhalb der neuen Basilika, versteckt sich links neben der Seilbahn der Abenteuerpark von Oropa. In einem schattigen Waldstück gibt es hier 6 unterschiedlich, schwere Kletterrouten, die für verschiedenen Altersgruppen geeignet sind.

Öffnungszeiten: Sommer
Eintrittspreis: € 20.00 pro Erwachsener / € 15.00 für Kinder zwischen 9-18 Jahren


Seilbahn von Oropa

Mit der Seilbahn von Oropa geht es im ersten Abschnitt 654 Höhenmeter den Berg hoch, bis zur Bergstation Monte Mucrone.

Von hier geht es noch weiter hoch, bis auf den Monte di Camino in knapp 2400 Meter Höhe. Zum Gipfel Monte di Camino auf 2391 Metern Höhe gelangt man mit einem Korblift.

Seilbahnstation von Oropa
Seilbahnstation von Oropa

Wanderwege von und nach Oropa

Seit 2005 ist ein Areal von 1500m2 rund um das Heiligtum von Oropa als Sondernaturschutzgebiet ausgezeichnet (Riserva Speziale Sacro Monte di Oropa). Perfekt für Spaziergänger und Wanderer.

Die wunderschöne Umgebung bietet verschiedenste Wanderungen für unterschiedliche Fitnesslevel an. An der Bushaltestelle, links der Seilbahn, finden sich verschiedene Wanderkarten mit Rundtouren ab dem Heiligtum.

Wanderinfos für den Regionalpark von Oropa
Wanderinfos für den Regionalpark von Oropa

Die vielleicht beliebteste Wanderung führt ab der Bergstation der Oropa-Seilbahnen, ca. 520 Höhenmeter aufwärts, auf den 2391m hohen Gipfel des Monte Camino.

Der herausragende 360-Grad-Ausblick umfasst die berühmten Gipfel Gran Paradiso, Monte Rosa, Matterhorn und Mont Blanc.

Tipp: Wer nicht wandern will oder kann, der erreicht diesen Gipfel und die traumhafte Aussicht im Sommer ebenfalls, mit dem Korblift ab, der Bergstation der Oropa-Seilbahnen nach oben fährt.

Der Pilgerweg CoEUR verbindet übrigens den Sacro Monte von Oropa mit anderen fünf Sacri Monti im Piemont.

Basilika Superior von Oropa von außen und im Winter
Basilika Superior von Oropa

Anreise und Parken

Bis März 1958 konnte man den Wallfahrtsort Oropa von Biella aus bequem mit der Schmalspurbahn erreichen. Die elektrische Straßenbahn überwand auf der 14km langen Strecke 800 Höhenmeter.

Nach Inbetriebnahme 1911 wurde die Bahnstrecke nach nicht einmal 50 Jahren wieder eingestellt, da die Instandhaltungskosten zu hoch waren. Die alte Bahn kann nun beim Besuch der Wallfahrtsstätte besichtigt werden (rechts vom Haupteingang).

Tramvia (Biella-Oropa)
Tramvia (Biella-Oropa)

Seit die historische Bahn nicht mehr fährt, ist Oropa gut per Linienbus an Biella angebunden. Mehrfach täglich fährt der Bus 360 (⇨ Busfahrplan) zwischen den Orten hin und her.

Wer selber fährt, der braucht von Biella eine knappe halbe Stunde für die kurvige Straße. Von Turin benötigst Du für die 90km ungefähr 1,5std, von Mailand fährt man, die 120km über die mautpflichtige Autobahn, in knapp 2std.

Vor Ort gibt es mehrere, große, kostenlose Parkplätze. Die größten Parkplätze befindet sich vor dem südlichen Eingang und neben der Seilbahnstation, oberhalb der neuen Basilika.

Für Camper und Wohnmobile kostet das Übernachten auf der Area Camper, im hinteren Bereich des Wallfahrtsorts, von Mai – Oktober € 17.00 pro Nacht.

Dafür gibt es auf den 31 Stellplätzen 31 Strom sowie Zugang zu Duschen und Toiletten. Außerhalb der Saison kann man hier problemfrei, kostenlos stehen.

Linienbus von Biella vor dem Heiligtum
Linienbus von Biella vor dem Heiligtum

Beste Besuchszeit

Wie Du meinen Bildern wahrscheinlich angesehen hast, war ich im Winter in Oropa. Die kalte Jahreszeit ist perfekt, wenn Du nicht wandern willst. Denn es liegt Schnee und die Seilbahn fährt nicht. Ich hatte den Wallfahrtsort praktisch für mich alleine.

Grundsätzlich solltest Du Sonn- und Feiertage, vor allem im Sommer meiden, wenn Du nicht von anderen Besuchern überrannt werden willst. Beste Jahreszeit ist meiner Ansicht Mai / Juni oder September / Anfang Oktober.

Info: Führungen finden ausschließlich Sonntags um 11:00 Uhr statt.
Preis ist € 5.00 pro Person

In diesen Monaten bist Du außerhalb der Sommerferien und je nach exaktem Datum (unbedingt vorab überprüfen) kannst Du zum Aussicht genießen, nach Deinem Besuch, noch mit der Seilbahn zur Bergstation Monte Mucrone fahren und / oder wandern.


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