Residenzen des Königshauses Savoyen im Piemont
Alles Wissenswerte über die beeindruckenden Paläste
Im Piemont, in und rund um die Stadt Turin stehen viele, eindrucksvolle, königliche Schlösser, Residenzen und Paläste der Savoyer Herrscherfamilie.
22 von ihnen sind seit 1997 anerkanntes UNESCO Welterbe. Viele habe ich bereits besucht, einige sind für die Öffentlichkeit leider nicht zugänglich.
Hier findest Du alle Informationen für Deinen Besuch der 9 Residenzen des Königshauses Savoyen im Piemont, exklusive der 11 Anwesen im Stadtgebiet Turins.
Residenzen des Königshauses Savoyen im Piemont – Überblick
Die königlichen Residenzen der Savoyer sind ein System von Schlösser und Paläste, die zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert im Piemont gebaut wurden und der Herrscherfamilie Savoyer gehörten.
Diese imposanten Bauten dienten als Sommerresidenzen für die Erholung und das Vergnügen, oder Jagdschlösser für Zeremonien und Feste.
1997 nahm die UNESCO die Residenzen des Königshauses Savoyen im Piemont, in die Liste des Weltkulturerbes der Menschheit auf. Insgesamt wurden 22 Paläste und Villen anerkannt, die ab 1562 den Herzögen von Savoyen in und um Turin gehörten.
13 der Anwesen befinden sich im „Zentrum der Macht“ – Turin. Die restlichen 9 sind in einem radialen Plan um die Stadt herum angeordnet.
Gebaut oder restauriert wurden die Schlösser und Residenzen von den bekanntesten und besten Architekten ihrer Zeit wie zum Beispiel Amedeo di Castellamonte, Filippo Juvarra oder Michelangelo Garove.
Leider existieren nicht mehr alle Schlösser und Residenzen der Savoyer aus dieser Zeit und auch sind nicht alle Gebäudekomplexe für Besucher zugänglich.
Hier findest Du alle wichtigen Informationen für Deinen Besuch der Residenzen des Königshauses Savoyen im Piemont, exklusive der Schlösser innerhalb Turins.

1. Palazzina di caccia di Stupinigi / Jagdschloss Stupinigi
Überblick über das Schloss Stupinigi
Herzog Viktor Amadeus II. wünschte sich in der Nähe der Residenzstadt Turin ein zeitgemäßes Jagdhaus. 1729 begann sein Hofarchitekten Filippo Juvarra mit dem Bau.
Innerhalb von 5 Jahren entstand im Zentrum des ehemaligen Jagdgebietes das Grundschloss.
Nur ein paar Jahre später wurde dem aktuellen Besitzer, Herzog Karl Emanuel III., das „Palazzina“ genannte Schlösschen zu klein und er beauftragte zusätzliche Seitenflügel und Ehrenhöfe. Es entstand eine Art Versailles der Savoyer.
Bereits von weitem sichtbar ist der große Bronzehirsch auf der Dachkuppel des Schlosses. Die Originalfigur steht übrigens innerhalb des Schlosses und wird beim Rundgang passiert. Auf dem Dach steht nur eine Kopie.
Die prächtige und elegante Residenz wurde nach Fertigstellung von den Savoyen für Feste, Hochzeiten und natürlich Jagdgesellschaften genutzt.
Später, im frühen 19. Jahrhundert, wählte Napoleon das Schloss als Residenz. Anfang des 20. Jahrhunderts bewohnte es Königin Margherita und seit 1919 ist es auch Sitz des Möbelmuseums.
Ein Teil der Räumlichkeiten wurde restauriert und ist seit 2011 für die Öffentlichkeit freigegeben und zugänglich.

Was gibt es im Schloss Stupinigi zu sehen
Das Schloss Stupinigi zählt zu den außergewöhnlichsten Komplexen des 18. Jahrhunderts in Europa.
Innerhalb des Gebäudes kann man durch die Appartements der Königin, des Königs und der Chiablese Herzöge schlendern und original Möbel, Gemälde und Meisterwerke der Kunsttischlerei bewundern.
Es ist nur eine Seite des Schlosses renoviert und zu besichtigen. Auch ist der Schlosspark nicht zugänglich.
Info: Es gibt eine kostenfreie App der Palazzina di Caccia di Stupinigi. An 26 Hörpunkten entlang des Rundgangs gibt es zusätzliche Infos auf Italienisch, Englisch, Spanisch, Französisch, Russisch und Chinesisch.
Lage, Anreise und Parken am Schloss von Stupinigi
Das schöne Jagdschloss Stupinigi liegt ca. zehn Kilometer südwestlich von Turin, in der Gemeinde Nichelino. Rechts und links der Viale Torinio, die gerade auf den Schlosseingang zuläuft, gibt es kostenfreie Parkplätze.
Öffnungszeiten & Eintrittspreise
Öffnungszeiten: Dienstag-Freitag von 10.00-17.30 Uhr / Samstag, Sonntag und Feiertage von 10.00-18.30 Uhr / Montag geschlossen.
Eintrittspreis: € 12.00 pro Person (nur Schloss). Der Schlosspark ist nicht zugänglich. / Freien Eintritt für die Inhaber der Torino Piemonte Card
Führungen: Führungen durch das Jagdschloss gibt es ausschließlich in italienischer Sprache:
Samstags um 10.45 & 14.45 Uhr, Sonn- und Feiertags um 10.45, 11.30, 14.45 und 15.30 Uhr

2. Castello di Pollenzo / Schloss Pollenzo
Überblick über das Schloss Pollenzo
Nach verschiedenen Streitigkeiten, die das ganze 12. und 13. Jahrhundert zwischen den großen Gemeinden des unteren Piemont andauerten und die zur Zerstörung der Befestigungsanlagen aus dem 5. Jahrhundert führten, wurde Pollenzo zur Grafschaft des Vizegrafen Antonio Porro.
1386 beauftragte er den Bau des Schlosses, das bald zu einer wichtigen feudalen Residenz des Markgrafen von Romagnano wurde.
Ab der zweiten Hälfte des 16. wurden wieder Renovierungen vorgenommen, um das Schloss vom Baustil den anderen Residenzen der Region anzupassen.
1832 kaufte Carlo Alberto von Savoyen das Schloss Pollenzo und seine Umgebung und entwickelte ein Modell-Bauernhof, um mit Techniken für die Getreide- und Weinproduktion und Viehzucht zu experimentieren.
Das Anwesen wurde tiefgreifend verändert, unter anderem durch die Umleitung des Laufs des Flusses Tanaro und den Bau von 14 Bauernhöfen, der Agenzia, dem Turm und der neugotischen Kirche San Vittore.
Nach Jahrzehnten der Vernachlässigung durch die Weltkriege und dem Hochwasser von 1994 wurde der gesamte Komplex der Agenzia di Pollenzo ab dem Jahr 2000 restauriert. Es wurde ein Zentrum für die Entwicklung der Lebensmittelkultur und Weinqualität geschaffen.
Seit 2004 beherbergte die Agenzia den Sitz der ersten Universität für gastronomische Wissenschaften der Welt (in Zusammenarbeit mit der weltweit bekannten Slow Food Bewegung und der Region Piemont), das wunderschöne Vier-Sterne-Hotel Albergo dell’Agenzia mit einem Gartenrestaurant und einen historischen Weinkeller.
Was gibt es im Schloss Pollenzo zu sehen
Das Schloss kann von innen nicht besichtigt werden. Allerdings kann, wer Gast des Hotels Albergo dell’Agenzia ist, im 2ha großen Schlosspark flanieren. In der Banca del Vino können die historischen Weinkeller kostenfrei besichtigt werden.
Lage, Anreise und Parken am Schloss Pollenzo
Das Schloss Pollenzo befindet sich in Pollenzo, einem Ortsteil der Stadt Bra, 65km südlich von Turin. Es gibt einen großen, kostenfreien Parkplatz auf der Via Luigi Einaudi, nur ein paar Meter vom historischen Komplex entfernt.
Öffnungszeiten & Eintrittspreis
Das Schloss selbst ist nicht öffentlich zugänglich. Man kann jedoch durch den kleinen Park vor dem Schloss laufen und bekommt von dort einen schönen Eindruck vom Anwesen.

3. Reggia di Venaria Reale / Palast von Venaria Reale
Der Palast von Venaria Reale ist das zweitgrößtes Schloss Italiens, somit die größte der Residenzen des Königshauses Savoyen im Piemont und verständlicherweise in jedem Piemont Reiseführer ganz oben zu finden.
Die Anlage umfasst das beeindruckende Jagdschloss sowie den 60ha großen Schlosspark. Außerdem gehören das ehemals für die Bediensteten des Schlosses angelegte, historische Dorf (Borgo) und der 3000ha großen Parco della Mandria zum Gelände.
Mitte des 17. Jahrhunderts beschloss der Herzog Carlo Emanuele II. von Savoyen ein neues Jagd- und Lustschlösschen bauen zu lassen, um den „Kranz der Residenzen“ rund um Turin zu vollständigen.
Ab 1699 baute der Architekt Michelangelo Garove den gesamten, vom Hofarchitekt Amedeo di Castellamonte erbauten Komplex der Venaria um und das Schloss und die Gartenanlagen bekamen ihr heutiges, beeindruckendes Aussehen.
Nach der napoleonischen Besetzung und der militärischen Nutzung der Anlage während der beiden Weltkriege wurde das Schloss geplündert und alle verwendbare Baumaterialien herausgerissen.
Zwischen 1999 und 2007 restaurierte das kulturelle Projekt La Venaria Reale, das größte seiner Art in Europa, sodass es heute besucht werden kann.

Castello della Mandria / Schloss von Mandria
Innerhalb des riesigen Schlossgeländes der Venaria Reale liegt das Schloss der Mandria. Dieses wurde seit 1859 ausschließlich für den privaten Gebrauch von Viktor Emanuel II. von Savoyen genutzt.
Über 20 für Besucher zugängliche königlichen Gemächer sind bis heute noch voll mit kostbaren Gegenständen aus antiken Savoyer Sammlungen.
Was gibt es in der Venaria Reale zu sehen
Wer alles sehen möchte, sollte am besten einen ganzen Tag für das gesamte Gelände einplanen. Die schönsten und beeindruckendsten Räume des Schlosses sind der Saal der Diana (Sala di Diana) und die 80m lange Große Galerie (Galleria Grande).
Der Parco della Mandria war früher der königliche Jagdgrund und ist heute ein eingezäuntes Natur- und Tierparkgelände.
Mein Tipp: Da das Gelände groß und die Geschichte des Schlosses und der Savoyer auch nicht ganz einfach, lohnt sich für die Venaria Reale eine geführte Tour.
Lass Dich in kleiner Gruppe von einem lokalen Führer, von Turin über das beeindruckende Gelände führen. Hier gibt es nähere Infos und die Buchungsoption für eine Tour durch den Palast ab Turin
Lage, Anreise und Parken an der Venaria Reale
Das beeindruckende Jagd- und Lustschloss Venaria Reale liegt 10km nördlich von Turin. Die Hauptparkplätze sind Parkplatz Castellamonte (park A) und Parkplatz Carlo Emanule II (park B), am südlichen Eingang.
Für das Schloss La Mandria gibt es den Parkplatz Park La Mandria. Hier geht es zur Übersicht der verschiedenen Parkplätze.
Öffnungszeiten & Eintrittspreis
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag geöffnet, mit unterschiedlichen Öffnungszeiten je nachdem welchen Teil der Anlage man besuchen möchte (Schloss, Ausstellungen und Gartenanlagen), der Saison und der Besichtigungsart. ⇨ Öffnungszeiten der Venaria Reale
Eintrittspreis: € 22.00 pro Person für den Besuch der gesamten Anlange. Hier geht’s zu den verschiedenen Einzelpreisen. Freien Eintritt für die Inhaber der Torino Piemonte Card
Tipp: Wer die Venaria Reale besuchen möchte, sollte unbedingt über den Kauf der Torino Piemonte Card nachdenken. Bei einem Eintrittspreis von € 22.00 pro Person lohnt sich die Karte, wenn Du noch weitere Sehenswürdigkeiten von Turin oder dem Piemont besuchen möchtest.
⇨ Hier findest Du alle Infos zur Torino Piemonte Card.


4. Castello di Rivoli / Schloss von Rivoli
Überblick über das Schloss von Rivoli
Das heutige Castello di Rivoli steht an der strategisch wichtigen Via di Francia, der Verbindungsstraße von Turin nach Frankreich, am Eingang des Val di Susa.
1247 ging das Schloss von Rivoli welches auf den Grundmauern antiker Gebäude errichtet wurde, vom Eigentum der Bischöfe von Turin, in den Besitz der Savoyer über.
Ende des 17. Jahrhunderts wurde es von französischen Truppen zerstört und von dem Architekten Michelangelo Garove, anschließend von Filippo Juvarra neu gestaltet.
Der Schlosskomplex besteht heute aus zwei Gebäuden: dem heutigen Schloss in seinem Aussehen aus dem 18. Jahrhundert und dem gegenüberliegenden Manica Lunga, das im 17. Jahrhundert erbaut und als Kunstgalerie des Herzogs Carlo Emanuele I. konzipiert wurde.
Nach 5 Jahrhunderten, im Jahr 1883, ging das Schloss für die Summe von 100.000 Lire vom Haus Savoyen an die Stadt Rivoli über und wurde von dort an die Armee verpachtet. Im Zweiten Weltkriegs wird es zur Unterbringung von Vertriebenen.
Heute befindet sich in der barocken Schlossanlage ein bedeutendes Museum für Zeitgenössische Kunst, das von der Region Piemont, der Stadt Turin und von privaten Sponsoren finanziert wird.

Was gibt es im Schloss von Rivoli zu sehen
Im Castello di Rivoli befindet sich heute ein Museum und Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst, das Museo d’Arte Contemporeana.
Das Museum hat eine umfangreiche Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst seit den 1960er Jahren zusammengetragen.
Es finden jährlich vier bis fünf Wechselausstellungen statt. Das Museum organisiert darüber hinaus Führungen, Vortragsreihen, Filmprogramme, Symposien und ein museumspädagogisches Programm.
Lage, Anreise und Parken am Schloss von Rivoli
Das Castello di Rivoli befindet sich ca. 15km westlich von Turin. Die Räumlichkeiten des Schlosses von Rivoli können nur im Rahmen eines Museumsbesuches besucht werden.
An der Viale Papa Giovanni XXIII befindet sich, unweit des Schlosseingangs, ein kostenfreier, großer Parkplatz.
Öffnungszeiten & Eintrittspreis
Öffnungszeiten: Donnerstag – Sonntag von 11:00 – 19:00 Uhr
Eintrittspreis: € 10.00 pro Person / Freien Eintritt für die Inhaber der Torino Piemonte Card


5. Castello ducale di Agliè / Schloss von Agliè
Überblick über das Schloss von Agliè
Der ursprüngliche Kern der Burg der Familie San Martino stammt aus dem 12. Jahrhundert. 1763 wurde das Schloss von der Familie Savoyen gekauft und nach Plänen von Ignazio Birago zu einer Sommerresidenz umgebaut.
Während der Besetzung durch Napoleon, im frühen 19. Jahrhundert, wurde das Castello ducale di Agliè zu einem Hospiz umgewandelt, der umliegende Park an Privatpersonen verkauft und landwirtschaftlich genutzt.
1823 kam es zurück in königlichen Besitz. 1939 kaufte der Staat, das als Museum genutzte Schloss vom Königshaus.
Was gibt es im Schloss von Agliè zu sehen
Umgeben von einem 320.000 m² großen Park mit alten Bäumen und riesigen Gewächshäusern, verfügt das Schloss über 300 Zimmer.
Diese beinhalten antike Möbeln und eine wertvolle und vielseitige Sammlung von Gemälden bis zu archäologische Funden.
Ein Highlight des Museumsbesuches und das Herz der Residenz, ist der Ehrensaal, der früher Ballsaal des Castello ducale di Agliè war.
Lage, Anreise und Parken am Schloss von Agliè
Das Schloss von Agliè befindet sich 34km nördlich von Turin, im Dorf Agliè. Es gibt einige, wenige kostenfreie Parkplätze um die Piazza Castello herum sowie den großen, kostenfreien Parkplatz Piazzale Filippo San Martino d’Agliè.
Öffnungszeiten & Eintrittspreis
Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag von 9.00 bis 13.00 und von 14.00 bis 18.00 Uhr, am Wochenende durchgängig von 9.00 bis 19.00 Uhr
Für den Schlossbesuch ist eine Reservierung erforderlich.
Eintrittspreis: € 8.00 pro Person (nur Schloss) / € 12.00 pro Person (Schloss, Park & Garten) / Freien Eintritt für die Inhaber der Torino Piemonte Card

6. Castello di Moncalieri / Schloss von Moncalieri
Überblick über das Schloss von Moncalieri
Um das Jahr 1200 baute Thomas I. von Savoyen auf dem Hügel, der den Fluss Po an dieser Stelle dominiert, eine massive Festung, um die Via di Asti, den südlichen Zugang nach Turin zu kontrollieren.
Während der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, unter der Herrschaft von Amedeo IX. von Savoyen, wurde das primitive Gebäude erweitert, um es zu einer herzoglichen Residenz zu machen.
Der aktuelle Grundriss des Castello di Moncalieri stammt aus dem 17. Jahrhundert, als Vittorio Amedeo II zahlreiche bauliche Eingriffe an seiner Lieblingsresidenz vornahm.
Moncalieri war die erste Burg, die 1798 von den Franzosen beim Vormarsch ins Piemont besetzt wurde.
Das Schloss wurde als Kaserne, Lazarett und Gefängnis genutzt, während der schöne Schlosspark zum Friedhof umfunktioniert wurde. Im Zweiten Weltkrieg war das Schloss von Nazifaschisten, Partisanen und schließlich von den Evakuierten besetzt worden.
Was gibt es im Schloss von Moncalieri zu sehen
Seit 2017 ist das wieder öffentlich zugängliche Königsschloss teils Regimentssitz der Carabinieri, teils als Dauerausstellung zu Ehren von Prinzessin Maria Letizia Bonaparte genutzt.
Besucht werden können die Gemächer der Prinzessinnen Maria Letizia und Maria Clotilde, die königliche Kapelle sowie das Appartement von Vittorio Emanuele II.
Lage, Anreise und Parken am Schloss von Moncalieri
Das Königsschloss von Moncalieri steht auf einem Hügel im historischen Zentrum von Moncalieri, nur ein paar Kilometer südlich von Turin. Unweit des Castello di Moncalieri stehen nur die kostenpflichtigen Parkplätze innerhalb des Ortes zur Verfügung.
Ein paar Gehminuten zu Fuß vom Schloss befindet sich der kostenfreie Parkplatz Parcheggio dietro il Castello.
Öffnungszeiten & Eintrittspreis
Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr
Begrenzter Zugang für max. 8 Personen pro Stunde, im Rahmen einer Führung.
Reservierung ist erforderlich.
Eintrittspreis: € 7.00 pro Person

7. Castello Reale di Racconigi / Schloss von Racconigi
Überblick über das Schloss von Racconigi
Zwischen 1676 und 1684 wurde mit dem Bau des riesigen Schlosses, als Residenz für die Fürsten von Carignano, aus einer Nebenlinie des Savoyer Königshauses begonnen.
Später ging das Anwesen an die Markgrafen von Saluzzo und dann an die Savoyen über. Die ursprüngliche Festungsanlage mit Ecktürmen wurde im 17. Jahrhundert umgebaut.
Mit der Erhebung des Schlosses zur Residenz kam 1670 der Garten hinzu. Es folgten weitere Umbauarbeiten und erst mit der Thronbesteigung von Carlo Alberto, Prinz von Carignano, erhielt die Residenz ihr heutiges Aussehen.
Mit der Verlegung der Hauptstadt von Turin nach Florenz und dann nach Rom verlor das Königshaus nach und nach das Interesse am Schloss von Racconigi.
Anfang des 20. Jahrhunderts als König Vittorio Emanuele III. es erneut als Ferienort für die Sommer- und Herbstmonate auswählte, folgten noch ein paar geschichtlich wichtige Ereignisse.
Zu diesen zählt zum Beispiel die Geburt des letzten italienischen Königs Umberto II 1904 oder der Besuch des Zar Nikolaus II 1925. Das Schloss wurde 1980 vom italienischen Staat gekauft und 1994 für Besucher wiedereröffnet.
Was gibt es im Schloss von Racconigi zu sehen
Das Castello Reale di Raccognigi ist eine der am besten erhaltenen Residenzen des Königshauses Savoyen im Piemont, mit einer großen Sammlung von Möbeln, Gemälden und Einrichtungsgegenständen. Die Residenz kann größtenteils besichtigt werden.
In den Gärten und dem Schlosspark aus dem 19. Jahrhundert finden sich Wasserläufe, Teiche, Höhlen und Denkmäler.
Lage, Anreise und Parken am Schloss von Racconigi
Das imposante Schloss von Racconigi liegt 30 Kilometer südlich von Turin, auf dem Weg nach Saluzzo. Es kann kostenfrei in den benachbarten Straßen oder auf dem Platz über Generale Dalla Chiesa geparkt werden.
Öffnungszeiten & Eintrittspreis
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 9.00 bis 19.00 Uhr / Montag & Dienstag geschlossen.
Unter der Woche umfasst eine Führung den zweiten Stock, der am Wochenende, ohne Führung nicht geöffnet ist. Erdgeschoss und die Küchen aus dem 19. Jahrhundert sind immer zu besichtigen.
Eintrittspreis: € 8.00 pro Person / Freien Eintritt für die Inhaber der Torino Piemonte Card

8. Castello di Govone / Schloss von Govone
Überblick über das Schloss von Govone
Im Mittelalter erhob sich an der Stelle des heutigen Schlosses, auf einem Hügel oberhalb des Dorfes Govone, eine Wach- und Wehranlage.
Der heutige, schöne Bau ist das Werk der Grafen von Solaro, Herren von Govone im 13. Jahrhundert. 1792, mit dem Tod des letzten Grafen der Solaro-Linie, gingen das Schloss und sein Vermögen an den Staat über.
Mit dem Sieg der napoleonischen Truppen über die Piemonteser wurde die Burg beschlagnahmt und wie viele andere Schlösser der Region schwer beschädigt und anschließend vernachlässigt.
1816 kaufte Prinz Carlo Felice, der spätere König von Sardinien, das Schloss. Er ließ es restaurieren, modernisieren und erschuf sich in Govone seine Sommerresidenz.
Hier erfüllte er seine königlichen Funktionen mit dem Empfang von Souveränen, Staatsoberhäuptern und berühmten Persönlichkeiten.
1897 erwarb die Stadtverwaltung das Castello di Govone durch Versteigerung, inklusive der darin enthaltenen Möbel und Gegenstände.
Was gibt es im Schloss von Govone zu sehen
Das Königsschloss von Govone ist heute ein Museum, in welchem das piemontesische Hofleben des frühen 19. Jahrhunderts erlebbar ist.
Eine der Hauptattraktionen sind die prächtigen chinesischen Tapeten aus dem achtzehnten Jahrhundert, die die Wände der Gemächer der Prinzessinnen vollständig schmücken.
Der Schlossbesuch ist ohne Führung möglich. Es gibt einen unterstützenden Audioguide durch Herunterladen der Schloss-App.
Mein Tipp: Das Schloss Govone ist ein schöner Stopp auf dem 2-tägigen Roadtrip entlang der Romantischen Strasse durch die Weinregion.
Lage, Anreise und Parken am Schloss von Govone
Das Castello di Govone befindet sich oberhalb des kleinen Ort Govone, 60km südöstlich von Turin, auf halbem Weg zwischen den Städten Asti und Alba.
Es befinden sich einige, wenige Parkplätze direkt vor dem Schloss auf der Piazza Vittorio Emanuele.
Öffnungszeiten & Eintrittspreis
Öffnungszeiten: Von März bis Dezember jeden Freitag, Samstag und Sonntag 10:00 – 12:00 Uhr und 15:00 – 18:00 Uhr / Online Reservierungen sind empfohlen
Eintrittspreis: € 7.00 pro Person / Freien Eintritt für die Inhaber der Torino Piemonte Card

Residenzen des Haus Savoyen in Turin
Innerhalb des Stadtgebietes von Turins zählen folgende Gebäude und Schlösser zum Weltkulturerbe Residenzen des Königshauses Savoyen:
- Palazzo Reale
- Palazzo Chiablese
- Armeria Reale und Biblioteca Reale (gehören zum Palazzo Reale)
- Palazzo della Prefettura (ehemalige Segreterie di Stato)
- Archivio di Stato di Torino (ehemals Archivi di Corte)
- Accademia Reale (ehemalige Militärakademie)
- Cavallerizza Reale (ehemalige Reitschule)
- Regia Zecca (königliche Münze)
- Fassade des Teatro Regio di Torino
- Palazzo Madama
- Palazzo Carignano
- Castello del Valentino
- Villa della Regina
Lesetipp: Ob sich die vielfach erwähnte Torino Piemonte Card für Dich lohnt? In meinem separaten Artikel erfährst Du alles Wissenswerte, um die für Dich richtige Entscheidung zu treffen.
